10.10.18

Salzburg 2050-Partnerschaft besiegelt /Elf Institutionen und 21 Betriebe mit an Bord

Mit der Erzdiözese Salzburg hat das Land einen neuen starken Partner im Klimaschutz und bei der Energiewende. Erzbischof Franz Lackner und Umweltreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn besiegelten heute mit ihren Unterschriften die neue Salzburg 2050-Partnerschaft. „Nun sind es derzeit zehn Institutionen und 21 Betriebe, die uns aktiv im Klimaschutz unterstützen“, zeigt sich Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn erfreut.

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein klimaneutrales, energieautonomes und nachhaltiges Bundesland zu sein. „Das können wir nur mit vereinten Kräften erreichen, mit starken Partnern an unserer Seite. Durch das gemeinsame Vorgehen profitieren alle. Ganz besonders die Umwelt und Menschen in Salzburg“, so Schellhorn, in der Regierung für Klima, Energie und Umwelt ressortzuständig.

Lackner: Verantwortung für kommende Generationen

Auch Erzbischof Lackner stellt klar: „Die Katholische Kirche unterstützt jegliche Anstrengungen, die der Klimaveränderung Einhalt gebieten mögen. Leider können wir die Schuld des Menschen nicht bestreiten. Papst Franziskus hat mit der Enzyklika Laudato Si auf das Leid der Schöpfung aufmerksam gemacht. Wir stellen uns als Kirche gerne in die Reihe der vielen Menschen und Organisationen, die die globale Verantwortung fordern. Es geht um die Lebenswelt der kommenden Generationen.“ Die Erzdiözese hat bereits in den vergangenen Jahren erste wichtige Schritte gesetzt, darunter die Erfassung der Energie- und Gebäudedaten der diözesanen Einrichtungen und in den Pfarren sowie die Initiative der Selbstverpflichtung zur „Fairen Pfarre“. „Daher wollen wir als Partner mit breitem Engagement die Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050 unterstützen“, betont Lackner.

Und so sieht der Deal aus: Die Partner bekennen sich zu den Zielen der Strategie Salzburg 2050 und zum Masterplan Klima + Energie 2020 und unterstützen das durch konkrete Projekte und Maßnahmen. Das Land wiederum stellt dafür Förderungen sowie fachliche und organisatorische Unterstützung zur Verfügung, das umwelt service salzburg vermittelt und fördert die erforderlichen Beratungen.

Erzdiözese hat sich viel vorgenommen

Konkret haben das Land und die Erzdiözese ein umfangreiches erstes Arbeitspaket erarbeitet, das von den ökologischen Leitlinien der Erzdiözese über eine flächendeckende Energie- und Gebäudedatenerfassung, den Aufbau einer Energie- und CO2-Bilanz bis zu Maßnahmen im Bereich der Elektromobilität und der Optimierung der Serverkühlung reicht. Mittelfristig verfolgt die Erzdiözese das Ziel, mit Unterstützung durch das Land und das umwelt service salzburg bilanziell gleich viel Strom zu erzeugen wie zu verbrauchen. Die Partnerschaft und deren Ziele werden in einem Bischofswort sowie in einer Broschüre verbreitet und erläutert.

Salzburger Landeskorrespondenz