06.06.18

...bei Steiner Haustechnik KG: Mit innovativem System deutliche Einsparungen erzielen!

Energie aus dem Erdreich heizt und kühlt das Haus, Decken und Boden dienen als Speicher. Bei der umwelt service salzburg-Veranstaltung "LIVE im Betrieb" hat die Steiner Haustechnik KG in Bergheim am 6. Juni 2018 Einblicke in die neue Zentrale und deren besonders energieeffizienten Bauweise gewährt.

Unternehmer aus der Region, Berater von umwelt service salzburg, Baubranche-Experten und allgemein Interessierte trafen sich am Nachmittag des 6. Juni 2018 beim Vorzeige-Neubau der Steiner Haustechnik KG. Geschäftsführer Bernhard Zwielehner und ein Mitarbeiter aus der Unternehmensentwicklung, Markus Schmidt, führten zu Beginn der Veranstaltung durch ihren "intelligenten" Neubau. Die Besonderheit liegt nicht nur in der neunmonatigen Bauzeit, sondern in der Art der Energieversorgung.

Das Zauberwort lautet: Thermische Bauteilaktivierung. In einer spannenden Diskussion mit den anwesenden Experten rund um dieses Thema erklärte Bernhard Zwielehner die Motivation des Unternehmens: "Wir wollten keine Standardlösung für die Kühlung, sondern eine Menschen-optimierte. Außerdem ist uns langfristiges Denken wichtig", und sagt weiter: "Das Gebäude soll die nächsten fünfzig Jahre verwendet werden. Da wir im Bereich Mobilität und Industrie noch keine geeigneten Lösungen gefunden haben, um CO2 einzusparen, mussten wir in der Haustechnik und im Gebäudebau anfangen. Und das ist uns, gemeinsam mit Harald Kuster, gelungen."

Harald Kuster, selbständiger Berater bei umwelt service salzburg, ist Vorreiter dieses Systems. Er berechnete die Kosten für Heizung und Kühlung bei Steiner auf 14.000 Euro pro Jahr - selbst das war zu hoch. "Individuelle Lösungen und genaue Anlagenkonzipierung ermöglichen jedem Betrieb, seinen Energieverbrauch auf das mögliche Minimum zu reduzieren", ist Kuster überzeugt. Wahrscheinlich liegen die Kosten für den Sanitär- und Heizungsgroßhändler bei rund 12.000 Euro - und das bei einer Raumtemperatur von 24 Grad im Winter!

1,8 Millionen Euro hat die Steiner Haustechnik KG in ihre Gebäudetechnik investiert. Die Mehrkosten belaufen sich zwar auf 330.000 Euro gegenüber einer Standardlösung, jedoch werden gewaltige Einsparungen dafür entschädigen.

Gunther Graupner vom Kompetenzzentrum Bau erläutert das System genauer: "Die Behaglichkeit ist nicht das Hauptthema der Bauteilaktivierung. Vielmehr sind die Speicherung von Energie, die erhöhte Effizienz und die Möglichkeit einer kostengünstigen Kühlung Argumente dafür." Er erklärte weiter, dass man selbst bei Vollholz-Bauweise kaum eingeschränkt sei: "Ein Holzbau mit Decken aus Beton und Holzummantelung funktioniert bereits sehr gut. Außerdem wird geforscht, wie sich Vollholzdecken aktivieren lassen."

Der Verein berät und begleitet Steiner schon seit einiger Zeit, zeichnete das Unternehmen 2018 sogar mit dem "umwelt blatt salzburg" aus. Mit dem "Energiecheck für Dienstleistungsgebäude" wurde die umfangreiche Beratung für das Vorhaben auch finanziell unterstützt. Bis zu 70 Beratungsstunden zu je 85 Euro werden von umwelt service salzburg zu 50 Prozent gefördert. Ist man, wie die Steiner Haustechnik, SALZBURG 2050-Partnerbetrieb, Umweltzeichen- oder EMAS-zertifiziert, erhält man sogar eine Förderung in Höhe von 75 Prozent.

Die Expertenrunde auf einen Blick (1. Bild oben v.l.n.r.):
Matthias Greisberger (Technischer Mitarbeiter, umwelt service salzburg)
Bernhard Zwielehner (Geschäftsführer Steiner Haustechnik KG)
Gunter Sperka (Koordinator Klima- und Umweltschutz, Land Salzburg)
Gunther Graupner (Leiter Innovations- und Forschungsstelle BAU)