06.09.17

Interview mit Geschäftsführer Bernhard Zwielehner, Steiner Haustechnik KG

15 Salzburger Unternehmen unterschiedlichster Größen und Branchen verbindet vor allem Eines: Sie sind seit rund einem Jahr Partnerbetrieb der Klima- und Energiestrategie „Salzburg 2050“. Diese Unternehmen handeln besonders klima- und energiebewusst. Außerdem haben sie sich dazu entschlossen, mit der Unterstützung von umwelt service salzburg ein maßgeschneidertes Arbeitsprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz und des Klimaschutzes umzusetzen. Dafür erhalten die Unternehmen - neben einer umfangreichen Beratung - auch einen erhöhten Förderzuschuss.

Der Sanitär- und Heizungsgroßhändler Steiner Haustechnik setzt starke Zeichen für den Klima- und Umweltschutz. Im Interview spricht Geschäftsführer Bernhard Zwielehner über den Neubau in Bergheim, österreichischen Weinbau und sein Verständnis von Nachhaltigkeit.

  
Seit über einem Jahr ist die Steiner Haustechnik KG ein „SALZBURG 2050 Partnerbetrieb“. Wie sind Sie auf diese Partnerschaft zwischen dem Land Salzburg und Salzburger Unternehmen aufmerksam geworden? Was war Ihre Motivation? 

Ein Drittel des weltweiten CO2-Ausstoßes resultiert aus der Gebäudeheizung- und Kühlung. Die Dekarbonisierung betrifft uns somit als Sanitär- und Heizungsgroßhändler ursächlich. - Da paßt die Klima- und Energiestrategie „SALZBURG 2050“ optimal! Marktfähige Lösungen für effizientes Heizen und Kühlen sind im Markt eingeführt – sie müssen nur mehr umgesetzt werden.

Im April haben Sie mit dem Spatenstich für den Neubau in Bergheim begonnen. Geplant ist ein möglichst energieeffizienter, umweltschonender Bau. Was genau haben Sie vor? 

Wir sind voll im Zeitplan und werden nach knapp neun Monaten Bauzeit per Jahresanfang 2018 umziehen. Unsere neue Zentrale mit über 14.000 m2 Gesamtfläche wird mittels passiver Kühlung im Sommer und hocheffizienten Wärmepumpen im Winter energetisch versorgt. Die Wärme wird mittels 36 Sonden aus dem Erdreich gewonnen - wir gehen davon aus, dass wir für die Beheizung lediglich ein Sechstel der benötigten Heizenergie durch Strom darstellen müssen. Vereinfacht gesagt, wir investieren ein Kilowatt Strom und erhalten 6 Kilowatt Heizleistung. Nachahmer sind dringend gesucht! 

Als „SALZBURG 2050 Partnerbetrieb“ hat sich ihr Unternehmen vorgenommen, in verschiedensten Bereichen wie Mobilität oder Ressourcenmanagement aktiv zu werden. Welche Maßnahmen jenseits der Energieeffizienz schweben Ihnen vor?

Wir werden faktisch alle Beratungsvorschläge, die in unserem „SALZBURG 2050“-Vertrag stehen, in Anspruch nehmen. Sie passen optimal zu unserer Jahrhundertinvestition hier in Bergheim. Wie kommen unsere Mitarbeiter ressourcenschonend in die Arbeit? Welche Möglichkeiten haben wir in der Logistik? - Wie behandeln wir unseren Abfall? All das sind sinnstiftende Punkte, die man mit professioneller Unterstützung nachhaltig umsetzen kann. Und das Beste daran - den Mitarbeitern gehts besser und fürs Unternehmen wird‘s wirtschaftlicher!! 

Nachhaltigkeit – dieser Begriff ist seit einigen Jahren für viele DAS bezeichnende Wort für Umwelt- und Klimaschutz. Was bedeutet Ihnen dieser Begriff?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist für mich noch zu kurz gegriffen. Klimawandel gab es auf der Welt immer - nur aktuell beeinflusst der Mensch mit seinen CO2-Emissionen das Klima mit dem Faktor 10.000. Die Erderwärmung wird sich dramatisch auswirken - Österreich profitiert vielleicht sogar, wenn auf 1.000 Metern Seehöhe der Wein gedeiht - die Auswirkung auf den Süden Europas, oder Afrika will ich mir aber nicht ausmalen. Somit sehe ich den Klimaschutz tatsächlich als existenzielle Herausforderung - und wir als Unternehmen möchten Multiplikator sein. Nicht nur selber tun, sondern auch so viele Nachahmer finden wie möglich. Und dazu passt die Initiative SALZBURG 2050 hervorragend!

Alle 15 "SALZBURG 2050 Partnerbriebe" auf einen Blick

Weitere Informationen zum Programm "SALZBURG 2050 Partnerbetriebe" unter www.salzburg2050.at

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