21.02.17

...für Industrie und KMUs.

In Industrie- oder Handwerksbetrieben, bei Produktionsprozessen oder beim Betrieb von Gebäuden - bei fast allen thermischen oder mechanischen Prozessen entstehen Wärmeverluste. Wärme, die genützt werden sollte. Steigern Sie gemeinsam mit umwelt service salzburg die Energieeffizienz durch Abwärmenutzung - das spart Energie und senkt die Betriebskosten spürbar.

Abwärme ist Nutzwärme

Durch energieeffiziente Komponenten, eine gute Dämmung der Anlagen und eine energieoptimierte Betriebsweise lässt sich Abwärme deutlich reduzieren. Dies sollte immer im Vordergrund stehen. Nicht vermeidbare Abwärme ist jedoch ein kostenloses, ungenutztes Nebenprodukt von Produktionsprozessen. „Ungenützte Energie also, die im Prozess derselben Anlage oder in anderen Prozessen integriert wieder verwendet und eingesetzt werden kann. So lassen sich letztlich eine Menge Energie und Betriebskosten sparen“, berichtet Sabine Wolfsgruber, Geschäftsführerin des Vereins umwelt service salzburg.

Wandelbare Abwärme

Wärmerückgewinnung ist eine der vielfältigsten, technologischen Anwendungen der heutigen Zeit. Unterschiedlichste Abwärmequellen können von Unternehmen genutzt werden: Sie reichen von Produktionsanlagen und Motoren über Prozesswärme und Abwässer, bei denen Abwärme entsteht, über Druckluftanlagen bis hin zu Kälteanlagen oder Kühlsystemen. Diese ungenützte Energie kann - richtig aufbereitet - für die Bereitstellung von Wärme für thermische Prozesse, aber auch zur Bereitstellung von Strom und Kälte genutzt werden. Die jeweilig passenden Technologien sind für eine Nutzung allerdings notwendig. Es braucht Wärmetauscher, -speicher und -pumpen als wesentliche Komponenten zur thermischen Nutzung von Abwärme. Thermo-mechanische Verfahren oder Sorptionsverfahren liefern Kälte.

Letztere Form der Abwärmenutzung ist besonders wirtschaftlich:
Abhängig von der Art der Abwärmenutzung rechnet sich die Wärmerückgewinnung bereits ab 1 kW bei direkter Einbindung der Wärmeverbraucher in das Abwärmesystem.

Nicht zu unterschätzen ist das Potential bei der Drucklufterzeugung:  bis zu 90% der elektrischen Antriebsleistung lassen sich als Abwärme nutzen. Die Abluft des Druckluft-Verdichters kann genützt werden zur Erwärmung von Heizwasser oder Luft. Als Faustformel dabei gilt: Abwärmenutzung rechnet sich ab etwa 5 kW elektrischer Antriebsleistung der Druckluft-Kompressoren und mehr als 2000 Betriebsstunden pro Jahr in der Heizperiode.

Abwärme aus Skipressen

Die Bilanz der Einsparungen kann sich sehen lassen: Um knapp 3,2 Millionen kWh pro Jahr hat die Atomic Austria GmbH in ihrem Stammsitz in Altenmarkt den Energieverbrauch an Strom und Wärme gesenkt – primär durch Wärmerückgewinnung. Der Skihersteller spart dadurch im Jahr gut 230.000,- Euro und 12t CO2 ein. Möglich ist dies durch ein ganzheitliches Konzept zur Wärmerückgewinnung und die Nutzung von Prozessabwärme für die Heizung der Produktionshalle, in der über 500.000 Skier pro Jahr entstehen. In einem zweistufigen Prozess wird die Energie der abgesaugten Raumluft und der Prozesswärme aus der Produktion zB der Späneabsaugung zur Wärmerückgewinnung verwendet. Damit können 50 Prozent der benötigten Heizenergie von Atomic abgedeckt werden.

Um das Projekt Wärmerückgewinnung zu realisieren, wurde in Altenmarkt ein eigens Projektteam, bestehend aus eigenen Mitarbeitern und dem umwelt service salzburg – Energieberater Johannes Singer, eingesetzt. Ziel war es, Energie und somit Kosten einzusparen und noch dazu die Umwelt zu entlasten. „Wir verbrauchen circa 14 Gigawattstunden Energie pro Jahr. Um Kosten zu sparen sind wir ständig auf der Suche nach Energieeinsparungen und haben mit umwelt service salzburg einen weiteren guten Schritt gemacht“, erklärt Projektleiter Stephan Buchsteiner, Atomic Austria GmbH.

Am Produktionsprozess selbst sollte nichts verändert werden. Durch verschiedenste Optimierungen wie zB der Druckluftanlage sowie der Lüftungs- und Absaugeanlagen werden nun 50 Prozent der Heizkosten eingespart. Die restlichen 50 Prozent liefert das lokale Heizschnitzelkraftwerk. Somit wird der gesamte Energiebedarf aus umweltschonenden und ökologisch unbedenklichen Quellen gedeckt.

Abwärme erkennen durch geförderten Energiecheck

Was motiviert Unternehmen energieeffizient zu handeln und Abwärme zu nützen? Welche Fragen und Vorbehalte haben sie? Nicht alle Unternehmen erkennen die eigenen Abwärmepotenziale. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen fällt es schwer, sich dafür Zeit zu nehmen. „Eine Investition ist rascher getätigt, langfristig hätte das Unternehmen aber durch Abwärmenutzung und Energieeffizienz deutlich höhere Einsparungen“, so Matthias Greisberger, umwelt service salzburg.  Daher unterstützt umwelt service salzburg Salzburger Betriebe u.a mit dem geförderten Energiecheck. Denn Abwärmenutzung bedarf eines Beraters mit viel Erfahrung speziell in der betreffenden Branche. Für nähere Auskünfte steht Matthias Greisberger, T 0662/8888-436, zur Verfügung. Anmeldung zur geförderten Beratung unter www.umweltservicesalzburg.at/Energie.