17.11.16

Stadt und Land Hand in Hand mit einem gemeinsamen Ziel: Emissionen drastisch reduzieren

Die Salzburger Landesregierung und die Smart City Salzburg haben in ihren ambitionierten Masterplänen ein gemeinsames Ziel: die drastische Reduktion der Emissionen. 60 Prozent der Emissionen im Zentralraum entfallen auf die Wärmeversorgung. Mit einer konkreten Initiative gehen Stadt und Land Salzburg diese Herausforderung nun gemeinsam an.

Der Zentralraum Salzburg soll zu einer Vorzeigeregion für nachhaltige Wärmeversorgung gemacht werden. Aktuell wird ein umfassender Umsetzungsfahrplan für die Vorzeigeregion erarbeitet. Darin werden nicht nur Fragen zum optimalen und wirtschaftlichen Einsatz innovativer Heizungssysteme aufgegriffen, sondern vor allem auch die Bedingungen zur Umsetzung betrachtet.

  • Was braucht die Wirtschaft, um innovative Systeme breit auszurollen?
  • Wie können Gesetze und öffentliche Verfahren inklusive Förderungen optimal beitragen?

Die Erstellung des Umsetzungskonzepts wird über das Programm "Vorzeigeregion Energie" vom Klima- und Energiefonds gefördert. Das Salzburger Projekt wurde dabei aus mehr als 60 Einreichungen ausgewählt. Am Freitag, 11. November, wurden im Rathaus der Stadt Salzburg die ersten Zwischenergebnisse des Projekts einem Fachpublikum mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Privatwirtschaft (wärmeintensive Produktionsbetriebe, Baubranche und Energiedienstleister), der Forschung und der öffentlichen Verwaltung (Stadt, Land und Umlandgemeinden) präsentiert.
In der Entwicklung des konkreten Umsetzungsfahrplans sollen sie nun eine gewichtige Rolle spielen. "Die Masterplan-Ziele geben einen klaren Weg vor. Erreichen können wir sie nur im breiten Schulterschluss. Wir schaffen die notwendigen Rahmenbedingungen, um die Energiewende für Salzburg einzuleiten und gemeinsam umzusetzen", so Umweltreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

Im Bereich der Wärmeerzeugung hat in den vergangenen Jahren eine kleine Revolution stattgefunden. Von Wärmepumpen, Solarkollektoren und nachhaltigen Biomasse-Nahwärmenetzen bis zur intelligenten Steuerung über Smart-Home- Lösungen spannt sich das Feld der einsetzbaren Technologien. Für die regionale Wirtschaft entstehen durch die Umstellung auf regionale Wärmeträger große Potenziale. Diese sind wichtiger Bestandteil des Fahrplans zur Vorzeigeregion.
"Die Optimierung und Abstimmung der Wärmeversorgungssysteme spart mittelfristig viel Geld und trägt gleichzeitig zur Erreichung der Ziele des Masterplan Klima+Energie 2020 bei", sagt Landesrat Josef Schwaiger.
Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden betonte, dass öffentliche Institutionen hier mit gutem Beispiel vorangehen müssten: „Mit der neuen Plusenergie-Sporthalle Liefering setzt die Stadt ein starkes Zeichen. Autarke Energie-Gewinnung ist unser Pfad in die Zukunft. Gemeinsam haben wir das Zeug dazu, innovative Ideen in ganz Salzburg rasch in Taten umzusetzen.“

Baustadträtin Barbara Unterkofler sagte: "Die Smart City Salzburg steht für smarte Lösungen, um die Stadt noch lebenswerter und nachhaltiger zu machen. Die Erreichung der Masterplanziele packen wir gemeinsam mit dem Land mit innovativen Maßnahmen an. Der größte Hebel dafür ist die Wärmeversorgung: Energiewende heißt auch Wärmewende.
"Ein wichtiger Meilenstein ist die im Sommer präsentierte, neue Bautechnikverordnung des Landes. Aber auch die Stadt setzt Akzente. Durch die Berücksichtigung von Energiefragen in der Stadtentwicklung sind in der Stadtverwaltung neue Wege geplant. Bei Projektentwicklungen in der Stadt werden frühzeitig Energieaspekte genauso wie Fragen von Mobilität, Freiraum und Sozialem mit einbezogen. Die Instrumente und Ansätze werden in engem Austausch mit anderen Vorreiterstädten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich entwickelt. "Mit unseren Ansätzen nehmen wir in Österreich eine Vorreiterrolle ein und wollen diese weiter ausbauen", erläuterte Planungsstadtrat Johann Padutsch.

Der Smart City Masterplan wurde 2012 vom Gemeinderat der Stadt Salzburg beschlossen. 25 ambitionierte Teilziele in den Bereichen

  • Gebäude
  • Energieversorgung
  • Mobilität und
  • Lebensstil

und deren beharrliche Umsetzung in smarten Lösungen machen die e5-Gemeinde Stadt Salzburg österreichweit zum Vorreiter.

umwelt service salzburg unterstützt alle Salzburger Unternehmen mit der geförderten Beratung "Energiecheck".

Der "Masterplan Klima und Energie 2020" des Landes Salzburg ist die erste Etappe der langfristigen "Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050". Es handelt sich um ein ressortübergreifendes Regierungsprogramm zur Einsparung von Energie und Treibhausgasen sowie zur Steigerung der Energieeffizienz und des Anteilserneuerbarer Energieträger.

Weitere Informationen:

Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801
E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at , und
Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368,
EMail: martin.wautischer@salzburg.gv .at.

Kurzbeschreibung Projekt 'Integrierter Waermeplan Salzburg' (PDF, 270kB)
Praesentation Auftakt 'Integrierter Waermeplan Salzburg' (PDF, 1089kB)