14.09.16

Verordnung für elektromagnetische Felder tritt in Kraft

Diese Verordnung ist grundsätzlich für alle Unternehmen relevant und gilt für Tätigkeiten, bei denen die ArbeitnehmerInnen einer Einwirkung durch elektromagnetische Felder (EMF) im Frequenzbereich von 0 Hz bis 300 GHz ausgesetzt sind oder sein könnten. Arbeitgeber müssen bewerten, ob ArbeitnehmerInnen einer Gefährdung durch elektromagnetische Felder ausgesetzt sein können. Dazu können verschiedene Hilfsmittel herangezogen werden. Die AUVA stellt die Software EMES zur Verfügung, abrufbar unter www.eval.at

Einen guten Überblick und nähere Erläuterungen zur VEMF bietet der Erlass des Zentral-Arbeitsinspektorats. Im Rahmen des Erlasses werden die Hintergründe für die Notwendigkeit von Regelungen zur Begrenzung der Belastung von ArbeitnehmerInnen durch elektromagnetische Felder näher erläutert. Im Speziellen wird auf folgende wesentliche Inhalte der VEMF eingegangen:

  • Festlegung von Expositionsgrenzwerten, Auslösewerten und Grenzwerten für besonders schutzbedürftige und gefährdete ArbeitnehmerInnen
  • Regelungen zu Bewertungen, Berechnungen und Messungen
  • Maßnahmen zur Vermeidung/Verringerung von EMF-Expositionen (Arbeitsplatzevaluierung, Maßnahmenprogramm)
  • Information und Unterweisung, Anhörung und Beteiligung der ArbeitnehmerInnen
  • Persönliche Schutzausrüstung, Kennzeichnung von EMF-Bereichen

Ausnahmen bzw. Sonderregelungen bestehen für Magnetresonanzverfahren im Gesundheitswesen, für bestimmte Schweißarbeiten und für bestimmte Arbeiten in Stromerzeugungs- und Verteilungsanlagen.

Nähere Infos in technischen Fragen erteilt die Unfallverhütung der AUVA, Landesstelle Salzburg, E SUV@auva.at), in rechtlichen Fragen der Bereich Sozial- und Arbeitsrecht der Wirtschaftskammer Salzburg