31.05.16

Land Salzburg und Wirtschaftskammer suchen Salzburger Betriebe, die zur Verwirklichung der herausfordernden Klima- und Energieziele beitragen möchten. Aufschlag auf Bundesförderung erleichtert umweltrelevante Investitionen.

Der Masterplan Klima+Energie 2020 benennt die konkreten Potenziale und Maßnahmen, die Salzburg im ersten Umsetzungsschritt seiner langfristigen, mit den europäische und internationalen Klimazielen abgestimmten Klima- und Energiestrategie erreichen will (SALZBURG 2050). Aus diesem Grund sucht das Land Salzburg interessierte Salzburger Betriebe, die zur Verwirklichung der herausfordernden Klima- und Energieziele beitragen möchten.

„Der Salzburger Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass - österreichweit einmalig - eine integrierte Klima- und Energiestrategie entwickelt wurde und eine enge Kooperation mit verschiedensten Partnern gesucht wird. Das Land geht zusammen mit der Wirtschaftskammer nun einen Schritt weiter und lädt ganz konkret Salzburger Betriebe ein, sich im Klimaschutz noch stärker als bisher zu engagieren. Kleine und mittlere Unternehmen können sich ihre umweltrelevanten Investitionen  zusätzlich zur Bundesförderung auch vom Land anteilig fördern lassen und tragen damit zur Erreichung der Klimaziele bei“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

Wirtschaft bekennt sich zu mehr Energieeffizienz

Die Wirtschaftskammer Salzburg bekennt sich zu unternehmerischen Aktivitäten im Energie- und Umweltmanagement und hat das bereits 2011 - nach der Reaktorkatastrophe in Japan - mit einem Beschluss im Wirtschaftsparlament deutlich gemacht. „Und grundsätzlich zeigt sich, dass immer mehr Unternehmen die Vorteile von Investitionen in den Umweltschutz erkennen. Das wird unter anderem durch die rasant gestiegenen Beratungszahlen des umwelt service salzburg deutlich. Auch aus diesem Grund sind wir auch gerne bereit, das neue Förderprogramm des Landes zu unterstützen und bei unseren Mitgliedern dafür zu werben, sich daran zu beteiligen“, stellt WKS-Präsident Konrad Steindl fest.

„Denn egal ob Energieeffizienz, Mobilität oder Abfall – Förderungen wie die das Partner-Programm des Landes helfen den Unternehmen, in den Umweltschutz zu investieren. So können sie durch Umweltmaßnahmen sowohl ökonomisch als auch ökologisch erfolgreich sein“, fasst Steindl die Vorteile von betrieblichem Umweltschutz zusammen.“

So profitieren Partnerbetriebe

Der Bund fördert grundsätzlich 30 Prozent der umweltrelevanten Investitionskosten von Betrieben. Kleine (bis 50 MitarbeiterInnen) und mittlere Unternehmen (bis 250) dürfen laut EU-Vorgaben auch höher gefördert werden. Da setzt das Land an und fördert Maßnahmen im Klima- und Energiebereich mit zusätzlich 30 Prozent der Bundesförderung für mittlere Unternehmen bzw. 60 Prozent der Bundesförderung für kleine Unternehmen (unter Berücksichtigung der förderrechtlichen Höchstgrenze).

Hier zwei Beispiele:

  • Eine Bäckerei (kleiner Betrieb) tätigt Investitionen in die Technik in der Höhe von 680.000 Euro (für Gebäudehülle, Haus- und Kältetechnik) und bekommt für den förderbaren Anteil von 250.000 Euro vom Bund 80.000 Euro. Mit der Salzburg 2050-Partnerschaft kommen vom Land noch plus 60 Prozent dazu, also eine Förderung von 48.000 Euro.
  • Ein Hotel (mittlerer Betrieb) setzt Maßnahmen zur Sanierung der Außenwände, der Isolierung des Daches und beim Fenstertausch, senkt dadurch die Heizkosten um 18.300 Euro jährlich und spart jährlich 74,8 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein. Die Sanierungskosten von 550.000 Euro sind zu 327.000 umweltrelevant, das ergibt eine Bundesförderung von 104.200 Euro. Als Salzburg 2050 Partner erhält der Betrieb vom Land plus 30 Prozent der Bundesförderung, also noch einmal 31.100 Euro.

Außerdem bekommt jedes Unternehmen eine umfassende Beratung durch umwelt service salzburg, die erhöht gefördert wird (75 statt 50 Prozent), und kann als SALZBURG 2050-Partnerbetrieb in der Öffentlichkeit auftreten.

Voraussetzungen für eine Aufnahme in das Programm

Das Programm richtet sich an Unternehmen mit einem Betriebsstandort im Bundesland Salzburg sein. Das Unternehmen unterstützt die Ziele der Klima- und Energiestrategie des Landes und kommuniziert dies entsprechend, zum Beispiel auf der firmeneigenen Homepage und nützt die umfassenden Beratungsleistungen von umwelt service salzburg. Zur leichteren Abwicklung nominiert jeder teilnehmende Betrieb eine/n Verantwortliche/n für Klima- und Energiefragen.

Zum Ablauf

Die ersten 10 Betriebe, die den genannten Voraussetzungen entsprechen, werden vom Land Salzburg zu näheren Gesprächen eingeladen. Darauf aufbauend wird eine Grundsatzvereinbarung zur Partnerschaft unterzeichnet.
Danach erfolgt eine umfassende Beratung durch umwelt service salzburg, bei der eine Liste möglicher Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz ausgearbeitet wird. Als nächster Schritt wird ein gemeinsames Arbeitsprogramm vereinbart, in dem sich das Unternehmen verpflichtet, zumindest zwei Maßnahmen aus dieser Liste umzusetzen.

Förderfähig sind alle Maßnahmen, die auch vom Bund gefördert werden können. Doppelförderungen durch das Land Salzburg sind ausgeschlossen. Darüber hinaus können innovative Maßnahmen gefördert werden, die nicht vom Bund oder einer anderen Förderschiene abgedeckt werden. Dies wird allenfalls gesondert vereinbart.

 

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Pressetext Salzburg 2050 Partnerbetriebe (DOCX, 20kB)

Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050